Leitthema „Closing the Gap – Meshed Unmanned EW Core“
Mit seiner 15. Ausgabe brachte der PLATH Intelligence Day am 19. Mai 2026 erneut die internationale Community aus Behörden, Streitkräften, Industrie und Forschung zusammen – traditionell als Auftakt zur AOC Europe, die 2026 in Helsinki stattfand. Unter dem diesjährigen Leitthema „Closing the Gap – Meshed Unmanned EW Core“ diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktuelle Herausforderungen, technologische Entwicklungen und zukünftige Fähigkeiten im elektromagnetischen Spektrum.
Die Dringlichkeit des Austauschs wurde in vielen Beiträgen deutlich: „Modern conflicts evolve faster than ever before. The challenge today is no longer access to information. Information gaps can emerge within seconds.“, brachte es PLATH CTO Heiko Fimpel auf den Punkt.
Recap Video 2026
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Mit unserem Recap-Video verschaffen Sie sich einen Überblick über den 15. PLATH Intelligence Day, der am 19. Mai 2026 in Helsinki stattfand.
Unter dem diesjährigen Motto „Closing the Gap – Meshed Unmanned EW Core“ diskutierten die Teilnehmer aktuelle Herausforderungen, technologische Entwicklungen und zukünftige Fähigkeiten im elektromagnetischen Spektrum.
Keynote „The Military Perspective on the Innovation Lab Ukraine“
Nach der Begrüßung durch PLATH CEO Gregor Zowierucha eröffnete die Keynote „The Military Perspective on the Innovation Lab Ukraine“ von Oberst Matthias Puschnig (Bundesministerium der Verteidigung, Sonderstab Ukraine) den fachlichen Austausch.
Im Mittelpunkt standen die Geschwindigkeit technologischer Veränderungen, neue Anforderungen an Streitkräfte sowie die zunehmende Bedeutung vernetzter und unbemannter Fähigkeiten.
Aktuelle Herausforderungen bei dynamischen Frontverläufen
Die erste Session „Solving new frontline challenges“ widmete sich aktuellen Herausforderungen bei dynamischen Frontverläufen. Die Experten beleuchteten unter anderem CEMA-enabled unmanned systems, moderne UAS-Ansätze und aktuelle Entwicklungen im Bereich Electronic Warfare. Dazu gehörte auch das von Heiko Fimpel vorgestellte Konzept „Closing the Gap“, das die Herausforderungen moderner dynamisch, fragmentierter Einsatzräume adressiert, die auch zunehmend durch Störungen im elektromagnetischen Spektrum geprägt sind. Sich verschiebende Frontverläufe und unterbrochene Kommunikationsverbindungen führen dazu, dass bestehende Sensorsysteme an ihre operativen Grenzen stoßen. Obwohl vorhandene Systeme wertvolle Informationen liefern, entstehen kritische Lücken oft genau dort, wo Aufklärung besonders wichtig ist: an den Flanken, hinter der Frontlinie oder in Bereichen, die durch elektronische Gegenmaßnahmen beeinträchtigt werden. Der PLATH-Ansatz beschreibt die Erweiterung bestehender Aufklärungs- und Electronic-Warfare-Fähigkeiten durch vernetzte, unbemannte Sensorelemente.
Unmanned EW Range Extension im Zentrum
Im Zentrum steht die Unmanned EW Range Extension. Autonome Plattformen wie UAVs bringen EW Microcells, sogenannte µCells, gezielt in den Einsatzraum ein. Diese kompakten und kosteneffizienten Sensorknoten erfassen passiv RF- und elektromagnetische Signale, detektieren Kommunikationsaktivitäten in unterschiedlichen Frequenzbereichen und lassen sich flexibel für verschiedene Missionsprofile konfigurieren. Bei Bedarf können sie auch als Decoys eingesetzt werden.
Selbstorganisierendes Mesh-Netzwerk
Nach der Ausbringung bilden die µCells ein selbstorganisierendes Mesh-Netzwerk. Dieses benötigt keine feste Infrastruktur, nutzt dynamisches Routing über Zwischenknoten und basiert auf Store-and-Forward-Mechanismen. Fallen einzelne Knoten aus, wird die Verbindung automatisch neu geroutet. Auch bei Jamming, gestörten Verbindungen oder sich verändernden Frontverläufen bleibt das System einsatzfähig und unterstützt den Informationsfluss.
Auch in der anschließenden Panel-Diskussion aller Speaker aus Session 1 wurde deutlich, wie stark sich das operative Umfeld verändert: „The incredible speed of innovation and changes in warfare — it’s another war compared to five years ago. Everything that is happening is around drones.“, fassten es die PLATH CEOs Gregor Zochwierucha und Dr. Andreas Schwolen-Backes zusammen.
Networking und weiterer fachlicher Austausch
Nach dem zu intensivem Networking genutzten Lunch standen in der zweiten Session „Expanding the operational picture for improved site protection“ die Themen softwarebasierte Bedrohungserkennung mit luftgestützten Multisensor-Systemen, die Entwicklung moderner ELINT-Payloads und Multi-Domain-Warfare im Fokus, bevor vier Unternehmen, darunter auch PLATH, gemeinsam zukünftige Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen beleuchteten.
Das Leitthema des Tages zog sich dabei als verbindendes Element durch viele Beiträge und Diskussionen. Gregor Zowierucha zog dieses Fazit: „Closing the gap, for me, is the reaction to the new challenges we see at the frontline, but also with regard to critical infrastructure.”
Neben den Fachvorträgen blieb der persönliche Austausch ein zentraler Bestandteil des Formats. Zwei Paneldiskussionen sowie zahlreiche Gespräche zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zwischen Industrie, Forschung und Armeeangehörigen und Vertretern von Behörden boten Raum für Perspektivenwechsel, Diskussion und Vernetzung.
Denn viele Herausforderungen lassen sich nicht isoliert lösen. Oder, wie es im Video von Heiko Fimpel formuliert wurde: „The speed in technology change demands that all of us need to collaborate faster.“
Mit seiner 15. Ausgabe unterstreicht der von PLATH veranstaltete Intelligence Day einmal mehr seine Rolle als internationale Plattform für Austausch, Zusammenarbeit und die gemeinsame Weiterentwicklung moderner Electronic Warfare-, SIGINT- und Multi-Domain-Fähigkeiten.
Denn eines wurde in Helsinki besonders deutlich:"It (the technology change) is evolving too fast to make it alone. And together, we are much stronger.“, so Fimpel.
Im nächsten Jahr wird sich die AOC- und EW-Community in Lissabon versammeln. Und PLATH wird zum 16. Intelligence Day einladen.
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Ein kurzes Video vom PLATH-Stand auf der AOC Europe 2026 in Helsinki, Finnland, die erneut mit dem PLATH Intelligence Day 2026 eröffnet wurde und nächstes Jahr 2027 wieder in Lissabon stattfinden wird.
Haben Sie eine Frage zu unserem Konzept „Closing the gap – Meshed Unmanned EW Core“? Dann zögern Sie bitte nicht, unsere Experten zu kontaktieren.