Closing the Gap – Meshed Unmanned EW Core
Vernetzte, unbemannte Aufklärung für dynamische Einsatzräume
"Closing the Gap – Meshed Unmanned EW Core" beschreibt einen Systemansatz zur gezielten Erweiterung bestehender Aufklärungs- und EW-Fähigkeiten durch vernetzte, unbemannte Sensorik.
Moderne Einsatzräume verändern sich schnell. Kommunikationsverbindungen werden gestört, Frontlinien verschieben sich und bestehende Sensorik erreicht ihre Grenzen. Genau dort, wo Informationen besonders relevant sind, entstehen Lücken im Lagebild – an Flanken, im Hinterland oder in Bereichen mit eingeschränkter Konnektivität. PLATHs Systemansatz Closing the Gap – Meshed Unmanned EW Core dient der gezielten Erweiterung bestehender Aufklärungs- und Electronic-Warfare-Fähigkeiten durch vernetzte, unbemannte Sensorik. PLATH verbindet dabei verteilte Sensoren, unbemannte Plattformen, Mesh-Netzwerke und KI-gestützte Analyse zu einem skalierbaren Systemkonzept für ein robusteres, vollständigeres Lagebild.
Erweiterung des Einsatzraums durch EW Microcells
Unbemannte Plattformen oder Motherships – etwa UAVs wie PLATHs SIGFLY VTOL oder andere unbemannte Systeme – bringen EW Microcells präzise in bisher unzureichend überwachte oder strategisch wertvolle Gebiete, um bestehende Sensorik zu ergänzen. Die kompakten Sensorknoten erfassen passiv elektromagnetische Signale und erweitern bestehende Systeme genau dort, wo zusätzliche Abdeckung benötigt wird.
Dadurch lassen sich bestehende Fähigkeiten erweitern, ohne starre Infrastruktur aufzubauen oder vorhandene Systeme vollständig zu ersetzen.
EW Microcells – verteilte Sensorik im Raum
Kompakte, kostengünstige Sensorknoten
Die von Motherships ausgebrachten EW Microcells sind ein zentrales Element des Konzepts. Neben in der Luft operierenden Trägerplattformen kann auch ein USV wie das Nautilus von PLATH die Sensoren ausbringen, die auf dem Wasser als Boje nahezu die gleichen modularen Eigenschaften haben. Auch sie können als kompakter, kosteneffizienter Sensorknoten flexibel im Einsatzraum platziert werden. Die EW Microcells ermöglichen unter anderem:
- passive Erfassung von RF- und elektromagnetischen Signalen
- Detektion von Kommunikationsaktivität über verschiedene Frequenzbereiche
- flexible Konfiguration für unterschiedliche Missionsprofile
- optionalen Einsatz als Decoy
- skalierbare Erweiterung bestehender Aufklärungsnetze
- durch ihre verteilte Nutzung entsteht eine effiziente Sensorabdeckung – auch in Bereichen, die mit klassischen Systemen nur schwer erreichbar sind.
Mesh-Netzwerk – resilient unter realen Bedingungen
Die EW Microcells bilden ein selbstorganisierendes Mesh-Netzwerk. Dieses Netzwerk benötigt keine feste Infrastruktur und kann sich dynamisch an veränderte Bedingungen anpassen.
Fällt ein Knoten aus oder wird eine Verbindung gestört, können Daten über andere Knoten weitergeleitet werden. Store-and-forward-Mechanismen ermöglichen zudem eine robuste Informationsweitergabe auch bei eingeschränkter Konnektivität.
Das System bleibt damit auch unter anspruchsvollen Bedingungen funktionsfähig – etwa bei Jamming, Verbindungsabbrüchen oder sich verschiebenden Frontlinien.
Der SDI Core als verbindendes Element
Im Zentrum steht der SDI Core als orchestrierende Instanz. Er verbindet verteilte Sensorik, Plattformen und Anwendungen und schafft die Grundlage für flexible, taktische Konfigurationen.
Der SDI Core ermöglicht:
- Integration verteilter Sensoren und Plattformen
- Konsolidierung unterschiedlicher Datenströme
- KI-gestützte Analyse und Klassifizierung
- Erstellung eines gemeinsamen operativen Lagebilds
- Anbindung bestehender Legacy-Systeme über standardisierte Schnittstellen.
Durch die Entkopplung von Hardware und Software entsteht eine skalierbare und interoperable Architektur, die sich schneller an neue Anforderungen anpassen lässt.
Von Daten zur Entscheidung
Closing the Gap schafft eine durchgängige Wirkungskette:
Deploy → Sense → Connect → Analyze → Act → Learn
Aus verteilten Sensordaten entsteht ein konsistentes, belastbares Lagebild. Dieses unterstützt schnellere Entscheidungen, präventives Handeln und eine bessere operative Wirkung.
So wird aus fragmentierten Daten ein konkreter Vorteil im Einsatz.
Warum Closing the Gap?
Der Ansatz adressiert zentrale Herausforderungen moderner Einsatzräume:
- kritische Sensorlücken in dynamischen Lagen
- eingeschränkte Konnektivität unter Störbedingungen
- steigende Anforderungen an Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit
- Bedarf an resilienten, skalierbaren Systemarchitekturen
- Schutz kritischer Standorte durch verteilte Intelligenz.
Closing the Gap erweitert bestehende Systeme (Legacy Systems), statt sie zu ersetzen. Das Konzept ist adaptiv, skalierbar und Teil eines softwaredefinierten Ansatzes (SDD) für moderne Verteidigungsfähigkeit.
Durch Software definierte Einsatzfähigkeit
Closing the Gap zeigt, wie unbemannte Systeme, verteilte Sensorik und softwaredefinierte Architekturen künftig zusammenspielen können.
Der Ansatz ist kein einzelnes Produkt, sondern ein skalierbares Systemkonzept. Er verbindet bestehende Fähigkeiten mit neuen, modularen Komponenten und schafft die Grundlage für schnellere Anpassung, höhere Resilienz und ein erweitertes operatives Lagebild.
PLATH entwickelt solche Konzepte gemeinsam mit Kunden und Partnern weiter – mit dem Ziel, moderne Aufklärungs- und EW-Fähigkeiten flexibler, vernetzter und einsatznäher zu gestalten.